Heimspiel gegen Paderborn am 12. September 2026
Nach dem 3:2 in der Champions League gegen Villarreal ging es nur wenige Tage später in der Bundesliga weiter. Zu Gast im ausverkauften Westfalenstadion war Aufsteiger SC Paderborn. Auf dem Papier eine klare Angelegenheit – auf dem Platz musste unser BVB allerdings länger arbeiten, als es das Ergebnis am Ende vermuten lässt.
Eine besonders schöne Nachricht gab es schon vor dem Anpfiff: Nico Schlotterbeck war nach fast drei Monaten Verletzungspause zurück und führte die Mannschaft direkt als Kapitän aufs Feld.
Traumstart durch Fabio Silva
Borussia erwischte den perfekten Start. Gerade einmal fünf Minuten waren gespielt, als Serhou Guirassy aus der eigenen Hälfte einen langen Ball auf Fabio Silva spielte. Der Portugiese setzte sich durch, umkurvte Paderborns Torwart Nahuel Noll und schob zum frühen 1:0 ein.
Besser konnte dieser Nachmittag kaum beginnen.
Danach zeigte Paderborn allerdings, dass der Aufsteiger nicht ins Westfalenstadion gekommen war, um sich hinten reinzustellen. Die Gäste spielten mutig mit, während Borussia zwar immer wieder gefährlich wurde, die Partie aber nicht frühzeitig entscheiden konnte.
Eigentlich hatte Guirassy das gleich zweimal erledigt. In der 31. Minute jubelte die Südtribüne bereits über das vermeintliche 2:0 – doch der VAR kassierte den Treffer wegen Abseits wieder ein. Und kurz vor der Pause das gleiche Spiel noch einmal: Guirassy traf in der Nachspielzeit, wieder Jubel, wieder VAR, wieder Abseits.
So ging es trotz dreier Dortmunder Treffer auf dem Platz tatsächlich nur mit einem 1:0 in die Kabine.
Paderborn bleibt lange im Spiel
Auch nach der Pause blieb es zunächst enger, als uns lieb sein konnte. Borussia hatte Möglichkeiten, aber Paderborns Torwart Noll hielt seine Mannschaft mit starken Paraden im Spiel. Unter anderem scheiterte Guirassy gleich zweimal an ihm.
Und solange es nur 1:0 steht, weiß man auf der Süd natürlich, wie schnell so ein Spiel plötzlich eine ganz andere Richtung nehmen kann.
Die Entscheidung ließ entsprechend lange auf sich warten.
Nmecha kommt – und entscheidet das Spiel
Nach gut einer Stunde brachte Niko Kovac unter anderem Felix Nmecha und Marcel Sabitzer. Später kam auch Maximilian Beier – und genau diese Wechsel sollten sich auszahlen.
In der 80. Minute spielte Nmecha einen Doppelpass mit Beier und hämmerte den Ball zum erlösenden 2:0 ins Netz.
Jetzt war der Widerstand der Gäste gebrochen.
Sabitzer hätte wenig später beinahe noch erhöht, traf aber nur die Latte. Was dann in der 89. Minute folgte, war allerdings ohnehin kaum zu toppen: Sabitzer flankte in den Strafraum und Nmecha nahm den Ball per Fallrückzieher – 3:0!
Ein richtig starkes Tor und natürlich genau die Sorte Treffer, bei der die Südtribüne noch einmal komplett ausrastet.
Doppelpack Nmecha, Spiel entschieden und der nächste Heimsieg perfekt.
Von der Südtribüne betrachtet
3:0 klingt am Ende nach einem völlig entspannten Nachmittag. Ganz so war es aber nicht. Paderborn hat lange ordentlich dagegengehalten und Borussia verpasste es trotz guter Möglichkeiten, früh für klare Verhältnisse zu sorgen.
Dazu kamen die beiden aberkannten Guirassy-Tore, bei denen der Jubel jeweils nur von kurzer Dauer war.
Umso wichtiger war das 2:0 durch Nmecha. Danach war die Anspannung raus – und sein Fallrückzieher zum 3:0 war dann noch der perfekte Abschluss eines gelungenen Bundesliga-Nachmittags.
Und dass Schlotterbeck nach seiner langen Pause endlich wieder auf dem Platz stand, war mindestens genauso erfreulich.
Fazit
Drittes Bundesligaspiel, dritter Sieg – neun Punkte aus den ersten drei Spielen. Dazu wettbewerbsübergreifend bereits der fünfte Sieg in Folge. Der Saisonstart kann sich definitiv sehen lassen.
Es war gegen Paderborn nicht über 90 Minuten souverän, aber am Ende steht ein verdienter 3:0-Heimsieg. Fabio Silva trifft früh, Schlotterbeck ist wieder da und Felix Nmecha setzt mit seinem Doppelpack und diesem sensationellen Fallrückzieher das Ausrufezeichen.
So darf es gerne weitergehen.
Heja BVB! 🖤💛

