CL Heimspiel gegen Villarreal am 8. September 2026

Zum Auftakt der neuen Ligaphase war mit dem FC Villarreal direkt ein unangenehmer Gegner zu Gast. Am Ende wurde es ein Abend, der lange zäh war, dann plötzlich richtig Fahrt aufnahm und in der Schlussphase noch einmal unnötig spannend wurde.

Ein schwieriger Start in den Abend

Von Beginn an war zu merken, dass Villarreal wenig Interesse daran hatte, hier ein offenes Spiel entstehen zu lassen. Die Spanier standen tief und machten die Räume eng. Borussia hatte viel Ballbesitz, kam aber zunächst kaum einmal richtig durch.

Überschattet wurde die erste Halbzeit dann von einer Szene, bei der der Fußball plötzlich in den Hintergrund rückte. Konstantinos Karetsas musste nach Kreislaufproblemen minutenlang behandelt und schließlich auf einer Trage vom Platz gebracht werden. Später ging es für ihn zu weiteren Untersuchungen ins Krankenhaus. Da war auf der Südtribüne natürlich erst einmal die Sorge um den jungen Borussen größer als alles andere.

Sportlich blieb die erste Hälfte überschaubar. Kurz vor der Pause wurde Borussia zwar gefährlicher, doch weder Ethan Nwaneri noch Serhou Guirassy brachten den Ball im Tor unter. So ging es mit einem 0:0 in die Kabine.

Nach der Pause wird es endlich lebendig

Die zweite Halbzeit begann direkt mit mehr Tempo. Zunächst blieb ein möglicher Strafstoß nach einem harten Einsatz gegen Felix Nmecha aus, kurz darauf landete ein Klärungsversuch der Gäste am Pfosten.

In der 54. Minute war es dann endlich so weit. Maxi Beier setzte sich über links durch und brachte den Ball scharf in die Mitte. Villarreal-Verteidiger Renato Veiga bekam den Ball unglücklich an den Arm und von dort sprang er über die Linie – 1:0 für Borussia.

Die Führung hielt allerdings nicht lange. Villarreal wurde mutiger, Gregor Kobel musste mehrfach eingreifen und in der 66. Minute fiel der Ausgleich. Santiago Mourino setzte sich nach einer Ecke durch und köpfte zum 1:1 ein. Kurz danach verhinderte Kobel sogar noch den möglichen Rückstand.

Guirassy entscheidet das Spiel

In der Schlussphase zahlten sich dann die Wechsel von Niko Kovac aus. Fabio Silva war gerade erst auf dem Platz und sorgte sofort für Gefahr.

In der 80. Minute leitete Jobe Bellingham den Angriff mit einem Steilpass ein. Silva ging in den Strafraum und legte quer auf Serhou Guirassy, der den Ball zum 2:1 über die Linie drückte. Endlich war auch auf der Süd wieder richtig Leben.

Nur fünf Minuten später wurde Guirassy nach einer Ecke im Strafraum zu Boden gerissen. Elfmeter. Der Gefoulte trat selbst an und verwandelte sicher zum 3:1. Innerhalb weniger Minuten hatte Borussia ein lange kompliziertes Spiel gedreht und eigentlich entschieden.

Eigentlich.

Denn in der Nachspielzeit wurde es noch einmal kurios. Nach einem Villarreal-Freistoß wehrte Kobel den Ball ab, Guirassy bekam ihn unglücklich ab und von ihm sprang er ins eigene Tor. 3:2 in der 93. Minute – und plötzlich mussten wir tatsächlich noch einmal zittern.

Viel passierte danach zum Glück nicht mehr. Abpfiff, drei Punkte.

Von der Südtribüne betrachtet

Es war sicher kein Champions-League-Abend, an dem von der ersten bis zur letzten Minute alles zusammenpasste. Gerade die erste Hälfte war spielerisch ziemlich zäh und durch die Sorgen um Karetsas natürlich zusätzlich überschattet.

Aber genau solche Spiele musst du in der Champions League eben auch erst einmal gewinnen. Nach dem zwischenzeitlichen 1:1 hat die Mannschaft noch einmal zugelegt, die Einwechselspieler haben sofort funktioniert und mit Guirassy hatten wir am Ende den Mann auf dem Platz, der die Partie entschieden hat.

Dass ausgerechnet er sich dann auch noch das 3:2 selbst ins Netz legte, passte irgendwie zu diesem ziemlich verrückten Abend.

Fazit

3:2 gegen Villarreal und die ersten drei Punkte in der Champions League. Nicht alles war überzeugend, aber die Reaktion nach dem Ausgleich war stark. Fabio Silva brachte neuen Schwung, Guirassy traf doppelt und am Ende durfte im Westfalenstadion doch noch gefeiert werden.

Das Wichtigste an diesem Abend war allerdings, dass es Konstantinos Karetsas den Umständen entsprechend gut ging. Fußball ist wichtig – aber eben nicht alles.

Und sportlich gilt: Der Start in die Königsklasse ist gelungen.

Heja BVB! 🖤💛

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