Heimspiel gegen den HSV am 29. August 2026
Zum Saisonauftakt wartete mit dem Hamburger SV direkt ein traditionsreiches Duell im ausverkauften Westfalenstadion. Vor allem in der ersten Halbzeit zeigte unser BVB dabei, was in dieser Saison möglich sein könnte.
Vor dem Anpfiff wurde es allerdings zunächst still. Das Westfalenstadion gedachte der kürzlich verstorbenen Dortmunder Vereinslegende Wolfgang Paul. Danach durfte dann endlich wieder Bundesliga-Fußball gespielt werden.
Starker Start in die neue Saison
Borussia übernahm von Beginn an die Kontrolle und drängte den HSV weit in die eigene Hälfte. Und bereits nach neun Minuten gab es auf der Süd den ersten Torjubel der neuen Bundesliga-Saison.
Neuzugang Konstantinos Karetsas kombinierte sich mit Serhou Guirassy durch die Hamburger Defensive, Guirassy zog in den Strafraum und schob den Ball zum frühen 1:0 ins Netz.
Ein Auftakt nach Maß, der leider nur wenige Minuten später einen ersten Dämpfer bekam. Guirassy verletzte sich bei einem Zweikampf und musste ausgewechselt werden. Für ihn kam Marcel Sabitzer.
Am Spiel änderte das zunächst wenig. Der BVB blieb klar überlegen, ließ Ball und Gegner laufen und erspielte sich immer wieder Möglichkeiten. Nach 45 Minuten stand eine Torschussbilanz von 14:0, eigentlich hätte die Führung zu diesem Zeitpunkt schon deutlicher ausfallen können.
Kurz vor der Pause fiel dann aber doch noch das längst verdiente zweite Tor. Maxi Beier setzte sich auf der linken Seite durch und brachte den Ball in die Mitte. Giannis Konstantelias war zur Stelle und traf in der Nachspielzeit zum 2:0.
Mit einer hochverdienten Führung und einer richtig starken ersten Hälfte ging es in die Kabine.
Nach der Pause ein anderes Spiel
Wer erwartet hatte, dass es genauso weitergeht, wurde allerdings schnell eines Besseren belehrt. Der HSV kam deutlich mutiger aus der Kabine, während Borussia nicht mehr an die Spielfreude der ersten 45 Minuten anknüpfen konnte.
Noch bitterer wurde es, als Konstantelias nach einem Zweikampf mit Problemen am Knie liegen blieb und ausgewechselt werden musste. Nach dem starken Auftritt des Neuzugangs natürlich ein Moment, bei dem man sich auf der Süd direkt Sorgen machte.
Hamburg bekam nun zunehmend Möglichkeiten. Die größte hatte Daka, dessen Schuss am Pfosten landete. Spätestens da war klar: Ganz durch war dieses Spiel noch nicht.
Und dann machte sich Borussia das Leben selbst noch einmal schwer. Samuele Inácio kam in der 74. Minute ins Spiel und keine drei Minuten später war sein Arbeitstag bereits wieder beendet. Nach einem harten Einsteigen gegen Grønbæk zeigte Schiedsrichter Felix Zwayer glatt Rot.
Mit zehn Mann ins Ziel
Die Schlussphase musste der BVB damit in Unterzahl überstehen. Spielerisch war von der Leichtigkeit der ersten Halbzeit inzwischen nicht mehr viel übrig, dafür war jetzt Kampf gefragt.
Und genau den nahm die Mannschaft an. Der HSV versuchte noch einmal alles, Borussia verteidigte die Führung aber gemeinsam und brachte das 2:0 schließlich über die Zeit.
Von der Südtribüne aus war es damit ein Spiel mit zwei völlig unterschiedlichen Halbzeiten: zunächst richtig guter Fußball mit Tempo, Spielfreude und einigen starken Kombinationen – danach deutlich mehr Arbeit als nötig.
Fazit
Der Bundesliga-Auftakt ist gelungen und die ersten drei Punkte bleiben in Dortmund. Gerade die erste Halbzeit hat richtig Lust auf mehr gemacht. Karetsas und Konstantelias zeigten eindrucksvoll, wie viel zusätzliche Kreativität die Neuzugänge unserem Spiel geben können.
Die zweite Hälfte zeigte allerdings auch, dass noch längst nicht alles rund läuft. Dazu kommen die Verletzungen von Guirassy und Konstantelias sowie die unnötige Rote Karte gegen Inácio.
Trotzdem: 2:0, drei Punkte und ein gelungener Start in die neue Bundesliga-Saison. Darauf lässt sich aufbauen.
Heja BVB! 🖤💛

