Supercup gegen die Bauern am 22. August 2026

Nach der Sommerpause endlich wieder ein Pflichtspiel im Westfalenstadion. Und dann direkt gegen die Bauern. Entsprechend groß war die Vorfreude. 81.365 Zuschauer sorgten für ein volles Haus, die Südtribüne war bereit und auch auf dem Platz gab es einige neue Gesichter zu sehen.

Mit Joane Gadou und Konstantinos Karetsas standen gleich zwei Neuzugänge in der Startelf. Und auch wenn es „nur“ um den Supercup ging: Wenn Schwarzgelb auf die Bauern trifft und dazu noch ein Titel vergeben wird, möchte man dieses Spiel natürlich gewinnen.

Spielverlauf – Bauern zunächst effektiver

Der BVB begann durchaus mutig und suchte früh den Weg nach vorne. Nach einer guten Anfangsphase übernahmen die Bauern allerdings zunehmend die Kontrolle und wurden gefährlicher.

In der 28. Minute fiel dann das 0:1. Olise legte für Brown auf, der aus zentraler Position traf. Borussia hatte kurz darauf die große Möglichkeit zur direkten Antwort, doch Daniel Svensson traf den Ball freistehend nicht richtig.

Auch danach blieben die Bauern gefährlich. Gregor Kobel verhinderte zunächst mit einer starken Parade gegen Díaz einen höheren Rückstand. Kurz vor der Pause jubelten wir dann auf der Süd schon über den vermeintlichen Ausgleich durch Ramy Bensebaini. Leider nur kurz, denn der Treffer wurde wegen Abseits nicht gegeben.

Und es kam noch bitterer: In der Nachspielzeit der ersten Hälfte traf Olise aus spitzem Winkel zum 0:2. Ein denkbar ungünstiger Zeitpunkt und ein ordentlicher Dämpfer unmittelbar vor dem Gang in die Kabine.

Borussia kommt zurück

Nach der Pause zeigte sich ein anderes Bild. Der eingewechselte Giannis Konstantelias brachte sofort Schwung ins Dortmunder Spiel und auch Karetsas zwang Neuer zu einer starken Parade. Plötzlich war deutlich mehr Zug drin und auch von der Süd kam noch einmal richtig Unterstützung.

In der 75. Minute wurde der Aufwand endlich belohnt. Konstantelias leitete den Angriff ein, Svensson brachte den Ball von links in die Mitte und der ebenfalls eingewechselte Fabio Silva traf zum 1:2.

Jetzt war das Spiel wieder offen – und entsprechend wurde es im Westfalenstadion noch einmal richtig laut. Borussia drängte auf den Ausgleich und hatte in der Schlussphase tatsächlich die Möglichkeiten dazu.

Dann überschlugen sich die Ereignisse. Bensebaini sah in der 90. Minute die Rote Karte, trotzdem gab der BVB nicht auf. Und tatsächlich bot sich Maxi Beier in der Nachspielzeit noch die riesige Chance auf das 2:2. Freistehend ging sein Abschluss jedoch über das Tor.

Kurz darauf war Schluss.

Von der Südtribüne betrachtet

Natürlich ist eine Niederlage gegen die Bauern immer ärgerlich, erst recht, wenn am Ende eine Trophäe vergeben wird. Nach der ersten Halbzeit sah es allerdings lange danach aus, als könnten die Bauern den Abend deutlich souveräner zu Ende spielen.

Umso besser war die Reaktion nach der Pause. Die Mannschaft kam zurück, die Wechsel brachten neuen Schwung und spätestens nach Silvas Anschlusstreffer war wieder dieses Gefühl da: Hier geht noch was.

Dass Beier ganz am Ende sogar noch den Ausgleich auf dem Fuß hatte, machte die Niederlage natürlich noch etwas bitterer.

Fazit

Der erste Titel der Saison geht nach München. Schade, aber auch kein Grund, nach dem ersten Pflichtspiel den Kopf hängen zu lassen. Die erste Hälfte zeigte, woran noch gearbeitet werden muss. Die zweite zeigte aber genauso, welches Potenzial in dieser Mannschaft steckt und dass auch die Neuzugänge direkt für frischen Wind sorgen können.

Jetzt gilt der Blick der Bundesliga. Wenn unser BVB an die zweite Halbzeit anknüpft und über 90 Minuten diese Energie auf den Platz bekommt, dürfen wir uns auf die neue Saison freuen.

Heja BVB! 🖤💛

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